Sigmund Freud

Sigmund Freud war Arzt (1856 – 1939). Er begründete gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Psychoanalyse und lieferte in vielen Aufsätzen (später) verfeinerte Anstöße zur Entschlüsselung der seelischen Struktur des Menschen. Freud starb im Londoner Exil, nachdem er als Jude 1938 vor den Nazis fliehen musste. Freud promovierte 1881 mit einer Arbeit über die Anatomie von Fischen in Medizin. Sein bereits erwachtes Interesse für die Psychiatrie verstärkte sich Mitte der 1880er-Jahre bei einer Studienreise, die ihn an eine psychiatrische Klinik nach Paris führte. 1891 zog Freud in das Wiener Haus in der Berggasse 19, von wo aus er bis zu seiner Emigration seine epochemachenden Studien betrieb. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veröffentlichte er seine frühen Hauptwerke, darunter „Die Traumdeutung“, „Zur Psychopathologie des Alltagslebens“, „Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten“, „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, „Zur Einführung des Narzissmus“ und „Das Unbewusste“. Weitere Höhepunkte seines Schaffens erreichte Freud in den 1920er-Jahren mit Publikationen wie „Jenseits des Lustprinzips“, „Massenpsychologie und Ich-Analyse“, „Das Ich und das Es“ oder „Das Unbehagen in der Kultur“. Nach seinem Tod diversifizierte sich die Psychoanalyse Freuds in zahlreiche Schulen. Allen gemein ist, dass sie sich auf Freud als Urvater berufen.

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Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie AKG im MBI