Psychotherapie

Unter dem Ausdruck Psychotherapie ist der Oberbegriff für alle Heilverfahren zu verstehen, die seelische Leiden in der Regel ohne den Einsatz von Medikamenten beheben oder lindern sollen und zumeist auf intensiver Kommunikation zwischen dem Psychotherapeuten (Arzt/Psychologen) und dem zu Therapierenden (Patient) beruhen. Dabei finden psychologische, wissenschaftlich fundierte Methoden verbaler und nonverbaler Kommunikation systematische Anwendung. Es gibt verschiedene Psychotherapieformen. Zur Verhaltenstherapie gehören Veränderungen der sozialen Umgebung und Interaktion. Das Ziel ist hierbei die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten und die Ermöglichung einer besseren Selbstregulation. In der Psychoanalyse und in der verwandten tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie findet die auf Sigmund Freud zurückgehende Auseinandersetzung mit dem Unbewussten statt, um die Hintergründe und Ursachen des Leidens zu klären. In Deutschland ist die Psychotherapie streng reglementiert. Außer Ärzten und Psychologen dürfen nur, allerdings unter erheblich eingeschränkten Voraussetzungen, Heilpraktiker psychotherapeutisch arbeiten. Nur die drei erwähnten Verfahren, die ihre Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien nachweisen können, sind zugelassen: Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die analytische Psychotherapie.

Zur Startseite: Michael-Balint-Institut

 

Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie AKG im MBI