Psychoanalytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

Bei der psychoanalytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie geht es darum, psychische Störungen bei Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden zu beheben. Wie bei der analytischen Therapie von Erwachsenen geht es auch bei der analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie darum, die Bedeutsamkeit unbewusster Prozesse hinter dem auffallenden Verhalten und den Symptomen herauszuarbeiten und zu verstehen. Dabei wird immer auch die unbewusste Eltern-, Geschwister- und Familiendynamik berücksichtigt. Die Behandlungstechnik sowie das Setting werden dem Entwicklungsalter angepasst. Die primären Bezugspersonen wie Mutter und Vater werden in Form von begleitender Psychotherapie der Eltern einbezogen. Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie gründet insbesondere auf den Forschungsarbeiten von Sigmund Freuds Tochter Anna Freud, von Donald Winnicott und Melanie Klein. Wichtige Impulse erhielt diese Therapieform in den letzten zwei Jahrzehnten auch von Säuglings- und Kleindkindforschern. Zentrale Aufgabe von Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten ist die Behandlung seelisch erkrankter oder seelisch bedingt körperlich kranker Kinder und Jugendlicher durch analytische Psychotherapie sowie durch begleitende Beratung und Psychotherapie der wichtigsten Beziehungspersonen der jungen Patienten. Die psychoanalytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie wird durch einen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten durchgeführt, eine in Deutschland seit Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, die eine staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde (Approbation) voraussetzt.

In Hamburg gehört das Michael-Balint-Institut (MBI) zu den renommierten Ausbildungs- und Weiterbildungsstätten für Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie.

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Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie AKG im MBI